Mosambik

2010 werden an den Küstengebieten von Nordmosambik Erdgasvorkommen entdeckt. Grosse Hoffnungen auf neue Einnahme- und Investitionsquelle für das Land kamen kommen auf – heute mit dem bewaffneten Konflikt bei Cabo Delgado sehen die Perspektiven heute weit weniger rosig aus.
Im April 2016 wurde bekannt, dass drei mit dem Geheimdienst verbundene mosambikanische Unternehmen von der Credit Suisse und der russischen Bank VTB geheime Kredite in der Höhe von insgesamt rund 2,07 Milliarden Dollar erhalten hatten. Der Skandal führte zur Zahlungseinstellung der von internationalen Geldgeber, namentlich des IWF, und der Budgethilfe verschiedener Staaten, u.a.wie auch der Schweiz. Mosambik musste sich im Oktober 2016 für zahlungsunfähig erklären mit schwerwiegenden sozialen Folgen (massive Kürzungen namentlich im Gesundheits- und Bildungsbereich).
Ein Audit sollte klären, was genau passierte, und wo die 2 Mia USD hinflossen. Die mosambikanischen Behörden wie auch die CS zeigten sich während des Audits äusserst unkooperativ und intransparent. Bis heute konnten nur Teile des Kreditskandals aufgeklärt werden, inzwischen beschäftigen sich verschiedene internationale Gerichte mit dem Fall. Im Norden Mosambiks haben sich lokale Aufstände zum Kriegszustand und einer massiven Fluchtbewegung entwickelt.

Aktuelle Beiträge zu Mosambik

  • CS-Kreditskandal: Mosambik existiert nicht
    Weiterhin ist der skandalöse Kredit, den die Credit Suisse Mosambik gewährte, für die hiesige Öffentlichkeit kein Thema. Als kürzlich das schlechte Jahresergebnis der CS vorgestellt wurde, erwähnten die Medien die bekannten Verlustgeschäfte Archos und Greensill oder den neuen Skandal um Geldwäsche von Drogengeldern. Kein Wort aber zum illegitimen Milliardenkredit an Mosambik. Zwar ist die CS … „CS-Kreditskandal: Mosambik existiert nicht“ weiterlesen
  • Der CS-Kredit an Mozambique und was die aussergerichtliche Einigung für das Land bedeutet
    KEESA-Vorstandsmitglied Urs Sekinger schreibt im neusten Afrika-Bulletin zum CS-Kredit an Mozambique und die aussergerichtliche Einigung vom Oktober 2021: “Einmal mehr – die Ärmsten machen die Reichen noch reicher: Der Fall Mozambique”. Das Afrika Bulletin Nr 184 (November 2021) ist frei zugänglich. Der Beitrag ist auf Seiten 12-13 zu lesen.
  • Schulden als neokoloniale Ausbeutung: KEESA wirkt mit Artikel im neusten WIDERSPRUCH mit
    Öffentliche Geldgeber stehen zunehmend unter Druck, hochverschuldete Staaten zu entlasten. Die KEESA zeigt mit drei Beispielen aus dem südlichen Afrika, dass gleichzeitig Private immense Kredite vergeben und sich diese in Rohstoffe zurückzahlen lassen. Der Beitrag erschien im Widerspruch Heft 77: Geld. Macht. Politik; Seiten 133-142.