Rundschreiben zu den Schattenseiten der Rohstoffförderung

Die Folgen des Grünen Kolonialismus und der weltweit steigenden Nachfrage nach Rohstoffen um klimafreundliche Energie zu generieren, sind nicht nur in Simbabwe spürbar.

Nach der Veröffentlichung des Forschungsberichts zu den sozialen und ökologischen Folgen des Lithiumabbaus in Simbabwe im Frühling 2025 hat die KEESA das Thema an der Tagung im September vertieft aufgegriffen. In unserem aktuellen Rundschreiben berichten wir von dieser Tagung und geben den beiden Tagungsreferent*innen aus Simbabwe, Zacharia Grand und Ndaizivei Garura das Wort, um über ihre Arbeit in Simbabwe zu sprechen.

Weitere Beiträge zur Bergbaukatastrophe im sambischen Copperbelt und dem anhaltenden „Hidden-Debts“-Skandal im Kontext der Gasförderung in Mosambik, weisen auf zentrale Fragen von Rohstoffpolitik, Energie- und Machtverhältnissen im südlichen Afrika hin.

Dass mit Südafrika gerade ein afrikanisches Land den zunehmend autoritären USA die Stirn bietet, ist schon fast ein Lichtblick in diesen Tagen: Unter der Führung von Präsident Cyril Ramaphosa hat das Land während des G20-Gipfels in Johannesburg Mut zum Widerstand gezeigt und sich auch durch Drohungen und das Fernbleiben der US-Amerikaner nicht beirren lassen.

KEESA Rundschreiben 2026

Ein Rundschreiben zum Rohstoffhandel

Im aktuellen Rundschreiben werfen wir einen Blick auf die Schattenseiten der Energiewende, auf den begehrten Rohstoff, der für Batterien unverzichtbar ist: Lithium. Die verschiedenen Berichte ergänzen den Forschungsbericht, den die KEESA gemeinsam mit der simbabwischen Organisation «Centre for Natural Resource Governance» (CNRG) veröffentlicht hat (Link zum Download). Des weiteren gibt es einen Verweis auf das von Rita Kesselring, Vorstandsmitglied der KEESA veröffentlichte Buch zum Kupferhandel in Sambia, das hier kostenlos heruntergeladen werden kann.

Hier geht es zum Rundschreiben.

Wir wünschen eine gute Lektüre!

Interview mit der südafrikanischen Aktivistin Nonhle Mbuthuma im neuen Rundschreiben

Im ersten Rundschreiben dieses Jahres werfen wir einen Blick zurück. Die südafrikanische Aktivistin Nonhle Mbuthuma gewährt in einem Interview Einblicke in ihre Arbeit. Gemeinsam mit dem Amadiba Crisis Committee kämpft sie in der Wild Coast für eine inklusive Entwicklung.

Verschiedene Funken der Hoffnung, die sich während 2023 abzeichneten, erloschen, ohne bedeutende Veränderungen herbeizuführen: Trotz eines Kooperationsabkommens mit chinesischen Energieunternehmen leidet die Bevölkerung in Südafrika weiterhin unter regelmässigen Stromausfällen. In Simbabwe konnte der Deckmantel Demokratie die gravierenden Menschenrechtsverletzungen der Regierungspartei nicht länger verdecken. Obwohl Glencore seine Kupfermine Mopani in Sambia an den Staat übergeben und mit einem Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Partner gefunden wurde, ändert sich für die Lokalbevölkerung nichts. Und im Norden Mosambiks gehen die gewalttätigen Proteste auch nach den manipulierten Lokalwahlen weiter – dies vor dem Hintergrund des Flüssiggasprojekts, das wiederaufgenommen werden soll. Trotzdem gibt es Lichtblicke: So hat die UBS nach einem geheimen illegitimen Kredit der CS, Mosambik (2013/14) einen Teil der Schulden nach einer gerichtlichen Einigung erlassen.

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Neues Rundschreiben: Über ausbeuterische Rohstofförderung und internationale Solidarität

Rohstoffe waren, sind und bleiben für die Länder im südlichen Afrika mehr
Fluch als Segen. Im aktuellen Rundschreiben berichtet Barbara Müller von ihrem privaten Besuch in Uganda. Dort wird die Erdölförderung, einmal mehr unter Führung eines europäischen Konzerns, in einem ugandischen Nationalpark ausgeweitet; das Rohöl per erhitzter Pipeline an die tansanische Küste geleitet. Vertreibungen von Menschen und Tieren sowie Umweltzerstörung werden die Folge sein.

In Simbabwe wird immer mehr Lithium gefördert; ein begehrtes Metall angesichts des Bedarfs an elektrischen Batterien gerade im industriellen Norden. Verlierer*innen sind informelle Bergarbeiter*innen, die mehr und mehr durch staatliche Regulierungen verdrängt werden.

Lokale Kritik oder Widerstand werden zunehmend kriminalisiert; kritische Äusserungen aus Europa – parlamentarische oder von Botschaftern – von den betroffenen Regierungen als kolonialistisch zurückgewiesen.

Umso mehr ist unsere Kritik am neokolonialen Verhalten des Nordens und unsere Solidarität mit den betroffenen und verfolgten Menschen gefragt.

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Von der Zondo-Kommission und erfolgreichen Protesten an der Wild Coast: Das Rundschreiben 1/2022

Das neuste Rundschreiben berichtet über Ereignisse im südlichen Afrika, die es oft nicht ins Scheinwerferlicht von Schweizer Medienhäuser schaffen. In dieser Ausgabe:

  • «To hell with Shell» – Widerstand an der Wild Coast
  • Bergbau nutzt Pandemie – Gerichte halten dagegen
  • Budgetentwurf erzürnt die Menschen in Südafrika
  • Swissport – Zondo-Kommission und State Capture
  • Kommunalwahlen 2021
  • Trauer um Desmond Tutu – Tod von F. de Klerk
  • Preise für Literatur aus dem Südlichen Afrika
  • Sambia seit den Wahlen im August
  • CS-Kreditskandal – Mosambik existiert nicht

Viel Spass beim Lesen!

Rundschreiben 1/2022

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